Museum


Vom Gerätehaus zum Feuerwehrmuseum

Vor einigen Jahren hat Willi Ströbele – ehemals stellvertretender Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen – gemeinsam mit einigen Kameraden im Fallenbrunnen Theaterkulissen abgeladen. Dabei stießen die Männer auf alte Gerätschaften der ehemaligen Feuerwehr Kluftern, die nach dem Abriss des dortigen alten Rathauses im Fallenbrunnen deponiert wurden. Neben einem Hydrophor fand sich ein Schlauchwagen, ein Schlauchanhänger, eine TS8 und Vieles mehr aus der Feuerwehrvergangenheit.
Willi Ströbele fragte sich, was mit diesen Dingen wohl geschehen würde und stellte schnell fest, dass in den Gerätehäusern aller Abteilungen alte Feuerwehrschätze irgendwo deponiert waren, die man der Nachwelt erhalten sollte.
Abteilungskommandant Herbert Schmidtke aus Ettenkirch hatte die zündende Idee, diese Dinge im ehemaligen Ettenkircher Feuerwehrhaus in Waltenweiler zu deponieren, das zu diesem Zeitpunkt noch als Lagerraum verpachtet war. Dieses Haus war natürlich die Ideallösung. 1930 erbaut, war es bis 1977 als Feuerwehrhaus für die Feuerwehr Ettenkirch „im Einsatz“. Nach der Eingemeindung ging es an die Stadt Friedrichshafen über und wurde – wie schon erwähnt – als Lagerraum verpachtet. Nachdem der Abriss des Hauses im Sommer 1999 verhindert worden war, sollte es zunächst für die Jugendfeuerwehr genutzt werden. Dieser Gedanke wurde jedoch wieder verworfen, so dass das Gebäude bis zum weiter sein Dasein als Lagerraum fristete.
Nachdem man mit der Stadt einig geworden war, konnte im September 2002 mit dem Umbau begonnen werden. Aus allen Abteilungen der Gesamtwehr waren Kameraden an diesem Projekt beteiligt. Jeder brachte seine besonderen handwerklichen Fähigkeiten ein, sei es als Maurer, Dachdecker, Maler, Elektriker oder einfach als Handlanger. Bis heute stecken rund zweitausend Arbeitsstunden im zukünftigen Feuerwehrmuseum. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass verschiedene Firmen kostenlos Material, Geräte und zum Teil auch Fachkräfte zur Verfügung gestellt hatten, um die Ausbauarbeiten zügig und preiswert voran zu bringen. Daneben hat Willi Ströbele mit seinen Helfern viele Stunden im Keller unter der Feuerwache mit der Restaurierung der alten Geräte verbracht, die das Museum mit Leben füllen sollen.
Am 7. August soll das Feuerwehrmuseum offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Vom Ledereimer bis zur Motorspritze reicht die Sammlung der alten Gerätschaften, die den Besucher erfreuen sollen. Handdruckspritzen, Hydrantenkarren, Hydrophore, Tragkraftspritzen, Strahlrohre, Atemschutzgeräte, Armaturen, Schläuche, historische Uniformen, alte Schriftdokumente und vieles mehr zeigen die Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr im Wandel der Zeit.
Betreut wird das erste Feuerwehrmuseum der Stadt Friedrichshafen von den Kameraden der Altersabteilung.


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