Der Strahlenmesstrupp der Feuerwehr Friedrichshafen


Einheit:

Messen der Strahlung am Boden mit Kontaminationsnachweisgerät

Der Strahlenmesstrupp der Feuerwehr Friedrichshafen gehört zu einer Gruppe von drei Messtrupps im Bodenseekreis, die vom Strahlenschutzstützpunkt Markdorf betreut wird. Die weiteren Messtrupps kommen von der Feuerwehr Markdorf und der Feuerwehr Überlingen.
Der Messtrupp Friedrichshafen besteht aus vier Angehörigen der Abteilung Kluftern, die für diese Aufgabe an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal ausgebildet wurden.


Auftrag:

Unser Auftrag ist es, in regelmäßigen Abständen die Luft- und Bodenkontamination an drei festgelegten Messpunkten im östlichen Bodenseekreis mit entsprechenden Messgeräten zu erfassen, die Werte zu dokumentieren und an den Zugführer des Strahlenschutzstützpunkts Markdorf und das Landratsamt weiterzugeben. Bei Bedarf müssen auch Boden- und Bewuchsproben sichergestellt werden.
Die Messungen werden mindestens halbjährlich, im Frühjahr und im Herbst, durchgeführt.


Mittel:

Uns stehen dazu zwei Messgeräte zur Verfügung, mit denen wir nach festgelegten Abläufen die natürliche Strahlung oder eine eventuelle Kontamination der Luft und des Bodens messen können. Zusätzlich haben wir Zugriff auf Gerätschaften zur Entnahme von Boden- und Bewuchsproben. Die Messpunkte fahren wir mit Dienstfahrzeugen der Abteilung Kluftern an.


Ziel

Das Ziel der Messungen ist es, die natürliche Strahlung von Boden und Luft an immer den gleichen Messpunkten bei verschiedenen Wetterlagen zu erfassen, um eine Basis für Messungen bei einer plötzlichen Kontamination zu haben.


Weg:

Diese Messungen sind eine Folge des Reaktorunglücks in Tschernobyl. Im April 1986 wurden für den Bereich der Feuerwehr Überlegungen zur Einrichtung eines "Strahlenmessnetzes der Feuerwehr" angestellt und von der Landesfeuerwehrschule in eine umsetzbare Form gebracht.
Eine offizielle Einführung hat es allerdings nicht gegeben, da die Umweltverwaltung des Bundes und der Länder stationäre Messnetze und mobile Mess- und Auswertungsstellen eingerichtet hat. Die von diesen Messnetzen ermittelten Messwerte stehen den Gemeinden und Landkreisen allerdings nicht unmittelbar zur Verfügung. Außerdem könnten wir als Feuerwehr mit diesen Messwerten nur etwas anfangen, wenn deren Messverfahren in allen Einzelheiten bekannt wären und die von einem Strahlenschutzfachmann ermittelten Umrechnungsfaktoren vorliegen würden. Zur schnellen Ermittlung einer ersten Lage im Schadensfall auf Gemeinde- oder Kreisebene sind eigene Messungen nötig. Es ist daher sinnvoll, die bei den Feuerwehren ohnehin vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und ergänzende Messungen durchzuführen, auf die im Notfall auch unverzüglich zurückgegriffen werden kann.



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